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Li Ka-Shing (Jhg. 1928)Auf ihn hört ganz Hong Kong
Der Tycoon aus Hong Kong gehört mit einem geschätzten Vermögen von knapp 15 Milliarden Dollar zu den zehn reichsten Männern der Welt. Sein Geschäftssinn und seine Visionen haben ihn zum erfolgreichsten Geschäftsmann Asiens aufsteigen lassen. Nur wer ist dieser Mann, dem nachgesagt wird, dass er den Erfolg gepachtet hat?
Im ersten Börsenboom der Kronkolonie, 1972, brachte der Multimilliardär seine "Plastic Flower Company" aufs Parkett. Cheung Kong Holdings Ltd. (WKN 862 398) ist jetzt weitestgehend im Immobilienbereich tätig und bildet die Basis für Li Ka-Shings Imperium. Noch heute hält er 34,99% an dem Blue-Chip der Börse in Hong Kong. 1979 kaufte Li dann den Mischkonzern Hutchison Whampoa Limited (HWL) (WKN 864 287) von der Hongkong & Chinese Banking Corporation. Mit knapp 61% ist er Hauptaktionär und Chairman von HWL. Jedoch wandelt sich das Unternehmen immer mehr hin zum Mobilfunkanbieter. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Hutchison bei einer Umsatzsteigerung von nur 7,9% ein Rekordergebnis von 3,93 Euro pro Aktie - 1998 waren es noch 0.29 Euro - ausweisen. Dieser hohe Gewinn resultierte jedoch aus dem Verkauf von Anteilen der britischen Orange bei der damaligen Übernahme durch Mannesmann. Auch für die nächsten Quartale sind die Aussichten hervorragend. Neben 6,5 Mrd. Euro, die aus dem Verkauf der Mannesmann-Anteile stammen, steht eine fünfprozentige Beteiligung an Vodafone Airtouch in den Büchern. Des weiteren kann Hutchison 286 Mio. Euro aus dem Teilverkauf der eigenen Mobilfunkspate an NTT DoCoMo verbuchen. Diese Gelder ermöglichen auch ohne weiteres die Bezahlung der UMTS-Lizenzen in Deutschland, Frankreich und England. Bis vor kurzem kannten die wenigsten Anleger das Unternehmen, aber HWL gehört aufgrund der Beteiligungen und Kooperationen zu den Global-Playern im Mobilfunkbereich. In den USA war es auch Hutchison, die die Deutsche Telekom zu einem völlig überhöhten Kaufpreis für Voicestream zwangen. Kurz vor der Übernahme verdichteten sich die Gerüchte am Markt, daß Whampoa das Rennen macht und nicht die Telekom. Nur mit einem nachgebesserten Angebot konnte Ron Sommer letztendlich den Kampf für sich entscheiden.
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