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Teil XI: Indikatoren (3. Folge)Nachdem in Kapitel 10 die Trendfolge-Indikatoren ausführlich besprochen wurden, geht es in der heutigen Folge um die andere maßgebliche Indikatorengruppe - die Oszillatoren. Zur Auffrischung noch einmal kurz zum Unterschied zwischen beiden Indikatorengruppen: Während sich die Trendfolgeindikatoren, wie es ihr Name schon verrät, hervorragend für den Einsatz in trendintensiven Märkten eignen, feiern die Oszillatoren in trendlosen Seitwärtsmärkten ihre Erfolge. Und zwar beinahe ausschließlich nur dort.
Bei einem Oszillator lautet die Devise nicht, dem Indikator zu folgen, bis er dreht. Vielmehr geht es hier um die antizyklische Interpretation des Indikators. Häufig ist die Bandbreite eines Oszillators schon per Definition begrenzt, wie etwa bei der Stochastik, die nur in einer festgelegten Range von 0 bis 100 Indikatorpunkten notiert. Das oszillatorische Prinzip beruht darauf, dass nahe den Extrempunkten sogenannte überkaufte und überverkaufte Extremzonen festgelegt werden. Oder: Tritt der Oszillator in die eine oder andere Extremzone ein, gilt der zugrundeliegende Markt als überkauft, also überhitzt, und umgekehrt. Diese Konstellation gibt dem Anleger ein Motiv, seine Positionen erst einmal zu schließen, oder sogar gleich eine Gegenposition einzunehmen. Denn mit dem Eintritt in eine Extremzone ist die Erwartung verbunden, dass als nächstes wieder ein Richtungswechsel des Marktes und eine Oszillatorbewegung in Richtung der entgegengesetzten Extremzone stattfindet. Solange wir einen Seitwärtsmarkt vorliegen haben, können wir auf diese Weise trotz der unspektakulären Trendlosigkeit trotzdem und immer wieder beeindruckende Trading-Erfolge verbuchen.
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