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Teil VIII: Fortsetzungsformationen (2. Folge)

Schema: Ablauf eines symmetrischen Dreiecks

Chart 1

Charakteristika eines symmetrischen Dreiecks

  • Ein symmetrisches Dreieck bildet sich aus, indem während der Konsolidierungsphase jedes neue Zwischentief über dem vorherigen liegt und jedes neue Zwischenhoch unterhalb des vorherigen. Die Amplitudenhöhe wird also immer geringer, die Volatilität nimmt stetig ab. Ebenso natürlich typischerweise auch das Umsatzvolumen, das gerade bei dieser Formation sehr oft regelrecht ausdünnt. Aber gerade diese Umsatzerlahmung ist es, die den trendbestätigenden Charakter des Dreiecks ausmacht. Oder: Es gibt während der Ausbildung eines Dreiecks keinen entsprechenden Handlungsbedarf gegen den übergeordneten Trend (Gewinnmitnahmen). Ein Ausbruch in die übergeordnete Trendrichtung besitzt genau deshalb so eine hohe Quote.
  • Typischerweise handelt es sich bei der Ausbildung eines Dreiecks um fünf Amplituden innerhalb der Formation - es können jedoch auch mehr sein, niemals aber weniger. Erfahrungsgemäß erfolgt der Ausbruch aus der Formation, nachdem etwa zwei Drittel der Zeit von der Basis bis zum Apex zurückgelegt sind (siehe Schema). Die Dreiecke zählen wie die Rechtecke zu den Fortsetzungsformationen, deren Ausbildung mitunter am längsten dauert. Mindestens vier Wochen werden schon benötigt, um ein vernünftiges Dreieck in einem Tageschart zu entwickeln.
  • Der Ausbruch erfolgt wie schon erwähnt mit einer hohen Trefferquote in die Richtung des übergeordneten Trends. Die Anschlussrallyes sind sehr auch oft richtig schnell und scharf, also ausgesprochen lohnenswert. Allerdings haben die Dreieck-Rallyes häufig auch einen vorübergehend finalen Charakter. Eine weitere Disziplin bei den Dreieck-Rallyes ist es also auch, den gewinnbringenden Ausstieg zu finden. Dann, wenn es am Schönsten ist - denn danach gibt es oft keine attraktive zweite Chance mehr.
  • Strategie: Das Trading innerhalb eines Dreiecks ist wie gesagt eher einmal verlustträchtig, weil man sich stets größere Teilstrecken erwartet, als das Dreieck sie letztendlich zulässt. Ein Dreieck ist leider auch kaum antizipierbar. Es ist schlichtweg erst dann als solches zu bestimmen, wenn die Begrenzungslinien erstmals definitiv festgelegt werden können. Bis dahin ist jedoch meistens schon einige zermürbende Zeit ins Land gegangen. Ist das Dreieck aber erst einmal als solches identifiziert, dann beginnt die vorteilhafte Phase dieser Formation.
    Die Anschlussrallye ist ab dann absehbar, und die Anschlussrades sind entsprechend früh planbar und umsetzbar. So geht die Sache bei einer konsequenten Umsetzung der Dreieck-Charakteristika meistens doch so aus, dass die Verluste während der Dreieck-Ausbildung durch die Gewinne in der Anschlussrallye wieder überkompensiert werden, sofern auch der Absprung gefunden wird. Das Dreieck ist also gleichermaßen zunächst eine recht nervende, dann aber auch um so gewinnbringendere Angelegenheit. Klare Sache: Ich mag die Dreiecke - aber auch erst dann, wenn ich sie identifiziert habe.

  Das ansteigende/ absteigende Dreieck

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